Supermoto rider leaning into a paved track turn near the green edge

Physik am Limit: Wie der perfekte Supermoto-Drift vor der Kurve gelingt

Schluss mit Showeffekten auf der Rennstrecke

Der Supermoto-Drift vor einer engen Kurve schaut spektakulär aus, ist im schnellen Rennbetrieb aber weit mehr als eine Showeinlage. Richtig eingesetzt, hilft der Bremsslide dabei, die enorme Verzögerung eines leichten Motorrads, einen späten Einlenkpunkt und einen engen Kurvenradius auf kleinstem Raum zu verbinden. Gerade auf Kartbahnen mit engen Kehren kann das entscheidend sein, wenn nach einer langen Geraden spät gebremst und trotzdem möglichst früh wieder ans Gas gegangen werden soll. Wer die Technik systematisch aufbauen will, findet bei einem spezialisierten Anbieter für Supermoto-Rennsport den passenden sportlichen Rahmen, die entscheidende Arbeit passiert jedoch zwischen Bremspunkt, Fahrwerk und Asphalt.

Physikalisch geht es darum, das Hinterrad während der starken Anbremsphase kontrolliert mit weniger Drehzahl laufen zu lassen, als es der aktuelle Fahrzustand eigentlich verlangen würde. Das Heck wird durch die dynamische Gewichtsverlagerung leicht, verliert einen Teil seiner Längsführung und beginnt, sich quer zur Fahrtrichtung zu stellen. Entscheidend ist, dass dieser Zustand nicht in ein unkontrolliertes Rutschen kippt. Reibwert, Radlast, Bremsdruck, Kupplung, Lenkimpuls und Körperhaltung müssen zueinanderpassen. Der folgende Blick auf den Kamm“schen Kreis erklärt, warum der Drift funktioniert, während die Praxis zeigt, wie sich daraus eine saubere Linie und reproduzierbare Rundenzeit entwickeln lässt.

White race car drifting between cones, surrounded by tire smoke
A controlled brake slide is valuable only when it shortens the corner without sacrificing the acceleration line on exit.

Kamm“scher Kreis und dynamische Radlastverteilung im Grenzbereich

Jeder Reifen kann nur eine begrenzte Summe an Kräften übertragen. Der Kamm“sche Kreis beschreibt dieses Prinzip anschaulich: Muss ein Reifen stark bremsen, bleibt weniger Reserve für Seitenführung übrig. Wird gleichzeitig gelenkt, teilen sich die vorhandenen Haftreserven zwischen Längs- und Querkräften auf. Beim Supermoto kommt dazu, dass die starke Verzögerung den Schwerpunkt des Motorrads und des Fahrers nach vorne wirken lässt. Die Radlast am Vorderrad steigt, während das Hinterrad deutlich entlastet wird. Genau diese Entlastung macht den Bremsslide überhaupt möglich.

Beim Anbremsen übernimmt das Vorderrad daher den Hauptanteil der Verzögerung und der Führung. Der Vorderreifen arbeitet nahe an seinem kombinierten Kraftlimit, bleibt aber möglichst im Bereich der Haftreibung. Das Hinterrad hingegen wird so leicht, dass schon ein vergleichsweise kleiner zusätzlicher Brems- oder Motorbremsimpuls genügt, um den Reifen in einen kontrollierten Schlupf zu bringen. Schlupf bedeutet dabei nicht automatisch ein vollständig blockiertes Rad. Ein leicht quer laufendes Hinterrad kann noch Seitenkraft aufbauen und lässt sich über Gas, Kupplung und Lenker stabilisieren.

Fahrzustand Vorderrad Hinterrad Ziel des Fahrers
Gerade Anbremsphase Hohe Längskraft, steigende Radlast Geringere Radlast, geringe Seitenführung Maximale Verzögerung bei stabiler Spur
Beginn des Bremsslides Weiterhin nahe am Haftgrenzbereich Kontrollierter Schlupf, beginnendes Ausbrechen Motorrad für die Kehre anstellen
Kurveneingang Lenk- und Bremskräfte werden abgestimmt Querstand wird begrenzt und abgebaut Später Scheitelpunkt und freie Linie zum Ausgang
Kurvenausgang Wieder mehr Seitenführung Traktion und Vortrieb nehmen zu Frühes, sauberes Beschleunigen

Die benötigte Schräglage hängt von Geschwindigkeit und Kurvenradius ab. Je höher das Tempo oder je enger die Kehre, desto mehr kombinierte Seitenkraft muss das System aufbringen. Untersuchungen zur Motorradschräglage zeigen, dass Reifen und Asphalt dabei die maßgeblichen Grenzen setzen. Ein idealisierter Reibwert von 1 entspricht ungefähr einer theoretischen Schräglage von 45 Grad, während Rennreifen auf geeigneten Oberflächen deutlich höhere Werte ermöglichen können. Solche Zahlen sind keine Zielvorgabe für Hobbyfahrer, sondern verdeutlichen, wie klein die Reserve im Grenzbereich wird. Ein verständlicher Überblick zur Schräglage hilft, die Unterschiede zwischen Fahrzeugneigung, effektiver Schräglage und Körperposition einzuordnen.

Die Schaltzentrale aus Anti-Hopping-Kupplung und Motorbremse

Beim Herunterschalten steigt die Drehzahl des Motors, während das Hinterrad durch die niedrigere Übersetzung stärker abgebremst werden will. Wird die Kupplung abrupt geschlossen, kann das Hinterrad deshalb stempeln oder kurz blockieren. Eine Anti-Hopping-Kupplung reduziert diesen Effekt, indem sie bei starkem Rückdrehmoment kontrolliert Schlupf zulässt. Moderne Einzylinder-Supermotos profitieren davon besonders, weil ein großer Einzelhubraum kräftige Motorbremsmomente erzeugen kann. Bei Motorrädern wie der Ducati Hypermotard 698 Mono gehört eine Anti-Hopping-Nasskupplung zur technischen Ausstattung. Das System ersetzt aber nicht das Gefühl in der linken Hand, sondern erweitert nur das kontrollierbare Fenster.

Der passende Drift entsteht normalerweise nicht durch einen einzigen groben Impuls, sondern durch eine abgestimmte Kette. Spät, aber gerade anbremsen, Drehzahl und Gang vorbereiten, die Kupplung dosiert an den Reibpunkt bringen und das Hinterrad mit möglichst wenig zusätzlicher Gewalt entlasten. Je nach Motorrad übernimmt dabei die Motorbremse einen größeren oder kleineren Anteil. Auf einem kräftigen Viertakter kann das Zurückdrehen des Motors den Bremsslide bereits anbahnen, während bei einem Zweitakter meist stärker über die Hinterradbremse gearbeitet wird. Der Fußbremsdruck bleibt fein und kurz. Vollständiges Blockieren ist auf Asphalt keine verlässliche Strategie und macht das spätere Abfangen unnötig schwierig.

  • Die Vorderradbremse erzeugt die Hauptverzögerung und entlastet dadurch das Heck.
  • Das Herunterschalten wird mit Zwischengas oder Kupplungsdosierung so vorbereitet, dass kein harter Lastwechsel entsteht.
  • Die Anti-Hopping-Kupplung darf arbeiten, wird aber nicht als Freibrief für abruptes Einkuppeln verstanden.
  • Ein kleiner Hinterradbremsimpuls kann den Querstand stabilisieren, sollte aber nicht gegen ein bereits stark rutschendes Heck ankämpfen.
  • Mit zunehmender Aufrichtung wird der Bremsdruck gelöst und der Kraftschluss über Gas wieder aufgebaut.

Der kritische Punkt liegt im Übergang. Wird die Kupplung bei quer stehendem Hinterrad plötzlich vollständig losgelassen, kann das Rad schlagartig wieder greifen. Das Motorrad richtet sich dann oft aggressiv auf und kann einen Highsider einleiten. Ebenso gefährlich ist das abrupte Schließen der Vorderbremse, wenn das Motorrad bereits stark eingelenkt ist. Die Eingaben müssen weich genug bleiben, damit der Reifen den Wechsel vom Bremsen zum Rollen nachvollziehen kann. Für das Training eignen sich abgesperrte Strecken, klare Auslaufzonen und ein Tempo, bei dem der Fahrer jederzeit bewusst abbrechen kann.

Körperhaltung und Lenkimpuls für den exakten Driftwinkel

Der Fahrer stabilisiert das Motorrad nicht, indem er sich verkrampft gegen jede Bewegung stemmt. Der Oberkörper bleibt ruhig, der Blick wandert früh zum Kurvenausgang, und die Hände führen den Lenker ohne harte Klammer. Druck auf die äußere Raste belastet die Fahrwerksseite, während der Knieschluss am Tank verhindert, dass der Fahrer bei der Verzögerung nach vorne rutscht. Das kurveninnere Bein kann, wie im Supermoto üblich, zur Balance vorbereitet werden, sollte aber nicht als hektische Stütze dienen. Die Maschine wird über Kontaktpunkte, Blickführung und ruhige Hebelarbeit kontrolliert.

Der Querstand selbst braucht einen Impuls. Sobald das Heck leicht wird, führt ein gezieltes Gegenlenken dazu, dass das Motorrad in Richtung Kurveninneres beziehungsweise zur gewünschten Driftlinie gestellt wird. Ein Teil dieser Bewegung entsteht automatisch aus der Fahrwerksgeometrie, weil das rutschende Hinterrad das Motorrad drehen möchte. Der Pilot muss diesen Reflex nicht mit großen Lenkerbewegungen bekämpfen. Ein kurzer, präziser Lenkimpuls genügt. Zu viel Gegenlenken vergrößert den Driftwinkel, verschlechtert die Vorderradreserve und lässt das Motorrad früher als geplant zur Kurveninnenseite laufen.

  1. Bremsanker setzen: Vor der Kurve das Motorrad möglichst aufrecht stabilisieren und die Vorderradbremse progressiv, nicht schlagartig, aufbauen.
  2. Radlast lesen: Spüren, wann das Heck leicht wird. Erst dann den Gang wählen, die Kupplung dosieren und einen kleinen Impuls an der Hinterradbremse setzen.
  3. Motorrad anstellen: Mit Blick zum Scheitelpunkt einen kurzen Gegenlenkimpuls geben. Der Querstand soll die Linie verkürzen, nicht das Motorrad quer über die Bahn treiben.
  4. Körper fixieren: Äußere Raste belasten, Tank mit den Knien halten und die Arme locker lassen. Der Oberkörper bleibt ruhig, während das Motorrad unter ihm arbeitet.
  5. Drift abbauen: Zum Scheitelpunkt Bremsdruck und Kupplungsschlupf kontrolliert reduzieren. Sobald die Maschine auf die Ausgangslinie zeigt, sanft Gas anlegen.

Die beste Linie ist nicht automatisch die engste Linie. Ein zu früher Scheitelpunkt zwingt das Motorrad am Ausgang nach außen und kostet Beschleunigungszeit. Der Bremsslide soll vielmehr helfen, später einzulenken und die Maschine so zu drehen, dass am Kurvenausgang möglichst früh Traktion verfügbar ist. Auf einer Kartbahn mit engen Kehren kann das bedeuten, den Scheitelpunkt bewusst spät zu wählen und einige Meter mehr Bremsweg in eine bessere Ausgangsrichtung zu investieren. Wer die Technik nur nach dem spektakulären Winkel beurteilt, übersieht den eigentlichen Maßstab: die Geschwindigkeit am nächsten kurzen Geradenstück.

Typische Fahrfehler auf der Kartbahn und deren Korrektur

Auf kleinen Strecken treten Fehler besonders deutlich hervor, weil die Abstände zwischen Bremszone, Kurvenscheitel und Ausgang kurz sind. Der häufigste Irrtum ist, den Drift über Härte erzwingen zu wollen. Zu viel Hinterradbremse, ein blockierendes Rad oder eine ruckartig losgelassene Kupplung machen aus dem kontrollierten Schlupf eine unberechenbare Reaktion. Auch ein abruptes Aufrichten des Motorrads kann den Reifen plötzlich wieder greifen lassen. Der sogenannte Highsider entsteht dann nicht aus dem Drift an sich, sondern aus dem zu schnellen Wechsel von Rutschen zu Haftung.

Ein zweiter Klassiker ist das zu frühe Einlenken. Wenn die Radlast noch stark nach vorne verschoben ist und der Fahrer gleichzeitig maximale Bremskraft sowie große Seitenführung verlangt, wird der Kamm“sche Kreis überschritten. Das Vorderrad beginnt zu schieben, die Führung geht verloren und die gewünschte Linie ist nicht mehr zu halten. Wer dagegen beim Anbremsen länger gerade bleibt, kann das Vorderrad effizienter nutzen und den eigentlichen Lenkimpuls später, dafür klarer setzen. Messdaten aus der Motorradforschung zeigen, dass sich Kurveneingänge in unterschiedliche Fahrmanöver zerlegen lassen. Genau diese Übergänge sollten im Training getrennt beobachtet und nicht als eine einzige hektische Bewegung betrachtet werden.

  • Fehlerhaftes Vollbremsen hinten: Den Fußdruck reduzieren und zuerst an einem stabilen, geraden Anbremsen arbeiten. Der Reifen soll schlupfen, nicht dauerhaft blockieren.
  • Abruptes Einkuppeln: Kupplungshebel kontrolliert bis zum Reibpunkt führen und die Motordrehzahl mit einem kleinen Zwischengasimpuls angleichen.
  • Zu frühes Einlenken: Einen klaren Referenzpunkt wählen, länger gerade bremsen und den Scheitelpunkt nach hinten verlegen.
  • Verkrampfte Arme: Tankkontakt und äußere Raste stärker nutzen. Ein lockerer Lenker verbessert die Rückmeldung des Vorderrads.
  • Blick auf das rutschende Heck: Den Blick zum Kurvenausgang führen. Die gewünschte Linie wird dadurch früher und ruhiger vorbereitet.
  • Zu frühes Gas: Erst beschleunigen, wenn der Querstand kleiner wird und das Hinterrad wieder ausreichend Längsführung aufbauen kann.

Sofortmaßnahmen gehören immer in einen sicheren Trainingsrahmen. Reifendruck, Temperatur, Asphaltzustand und Fahrwerksabstimmung verändern das Verhalten spürbar. Ein kalter oder überhitzter Reifen bietet nicht dieselbe Reserve wie ein Reifen im passenden Arbeitsfenster. Ebenso kann ein zu hart eingestelltes oder schlecht abgestimmtes Fahrwerk die Rückmeldung beim Anbremsen verschleiern. Deshalb wird die Technik am besten mit einzelnen Schwerpunkten aufgebaut: zuerst starke Verzögerung, dann sauberes Herunterschalten, danach ein kleiner Bremsslide und erst zuletzt die Verbindung mit frühem Gas. Schutzkleidung, abgesperrte Strecke und Instruktoren mit Supermoto-Erfahrung sind keine Nebensache, sondern die Grundlage für Fortschritt ohne unnötiges Risiko.

Perfekte Fahrzeugbeherrschung als Schlüssel zu schnellen Runden

Der perfekte Supermoto-Drift ist das logische Ergebnis ausgereizter, aber nicht überschrittener Reibungswerte. Das Vorderrad übernimmt die Verzögerung und Führung, während das entlastete Hinterrad über Schlupf den Kurvenradius verkürzt. Anti-Hopping-Kupplung, Motorbremse, Hinterradbremse, Körperhaltung und Gegenlenken greifen dabei wie Zahnräder ineinander. Entscheidend ist nicht, wie breit das Heck raucht oder wie spektakulär der Winkel aussieht. Entscheidend ist, ob das Motorrad spät genug angestellt wird, den Scheitelpunkt sauber trifft und am Ausgang früh wieder Vortrieb aufbaut.

Der Weg dorthin verlangt Geduld und wiederholbare Abläufe. Kleine Änderungen an Bremspunkt, Gangwahl oder Kupplungsweg werden auf abgesperrter Piste einzeln getestet, idealerweise mit Video, Rundenzeiten und einem klaren Gefühl für die jeweiligen Eingaben. Erst wenn Bremsen und Einlenken stabil funktionieren, kommt mehr Querstand dazu. So wird aus dem vermeintlichen Showmanöver ein präzises Werkzeug für schnelle Runden: ein kontrollierter Bremsslide, der flüssig in die Kurve übergeht und beim Aufrichten ohne Ruck ans Gas führt.

Auch im Transporter steckt „Sport“

Ein kleines Wortspiel, aber gerade, wenn man im Mannschaftssport nicht nur in der heimischen Halle oder dem Platz spielen möchte, ist ein Transporter unabdingbar für die Organisation von Gast- und anderen Spielen. Mit der Ausrüstung von https://www.worksystem.at/fahrzeugeinrichtungen punktet man dann schon vor dem Spiel.

Worksystem, und alles ist an seinem Platz

Trikots für die Mannschaft, Bälle, Schläger, Netze, zur Vorsicht der Verbandskasten oder bei einem Ausflug die Zelte, Getränke und sonstige Verpflegung: All das muss ordentlich verstaut werden, damit man alles schnell findet und verteilen kann. Die Systeme von https://www.worksystem.at/fahrzeugeinrichtungen helfen dabei. Schubladenschränke, Regale, Staumöglichkeiten im Fahrzeugboden, Dachträger und Rückhaltesysteme ermöglichen ein übersichtliches und raumsparendes Verpacken.

Pkws ab Van-Größe können mit dem System von https://www.worksystem.at/fahrzeugeinrichtungen ausgestattet werden. Auf der Webseite von Worksystem kann man auf Grundlage des Fahrzeugs die Zubehör-Möglichkeiten konfigurieren und sich sein eigenes Paket zusammenstellen.

Guter Werbeträger

Ein solches Fahrzeug wirkt noch besser, wenn es die Namen und die Farben des Vereins und der Mannschaften, die es benutzen, trägt. So kann man für seinen Sport und den Verein gleichzeitig Werbung machen, wenn man unterwegs ist.

Nach dem Spiel wird alles gut vorsortiert wieder eingeladen, sodass die Trikots, die gewaschen werden müssen, schnell an die zuständige Person weitergegeben und das Equipment einfach im Vereinsheim eingeräumt werden kann.

Standardtanz

Ursprünglich wurden alle Gesellschaftstänze als Standardtänze bezeichnet, doch wie so häufig wandelte sich dies im Lauf der Jahre und heute wird Standardtanz als Sammelbegriff für verschiedene Tanzstile verwendet. Darunter fallen der langsame Walzer, der Tango, der Wiener Walzer, der Foxtrott, der Slowfox und der Quickstep.

Langsamer Walzer

Der langsame Walzer, auch englischer Walzer, gilt als der harmonischste aller Standardtänze. Aufgrund seiner ruhigen, fließenden Bewegungen lässt er das tanzende Paar beinahe mühelos über die Tanzfläche schweben. Deshalb ist der langsame Walzer eine beliebte Wahl für den Hochzeitstanz. Das Fundament des langsamen Walzer besteht aus Grundschritten, die für Mann und Frau verschieden sind.

Tango

Der gefühlsvolle Tanz stammt ursprünglich aus Argentinien, in dessen Hauptstadt Buenos Aires er im 19. Jahrhundert von damaligen Einwanderern verbreitet wurde. Bis heute wächst man nicht in der Hauptstadt Argentiniens auf, ohne den Tango zu erlernen. Zunächst jedoch war der Tango bei der Oberschicht des Landes verpönt, da frühe Texte häufig vulgär waren. So entwickelte sich der Tango zum Sprechrohr für die Unterschicht. In den Liedtexten der Arbeiterklasse wurden meist die schlechten Lebensbedingungen in Vororten der Stadt, der Alltag der Arbeiter und insbesondere ihre damit zusammenhängenden Emotionen thematisiert. So wurde der Tango zum Ausdruck von Leidenschaft, Liebe aber auch Schmerz.

Der Wiener Walzer hat in Österreich eine lange Tradition und ist deshalb bis heute bei Jung und Alt beliebt. Wie der langsame Walzer ist er ein häufig gewählter Hochzeitstanz, zeichnet sich jedoch durch schnellere und effektvolle Bewegungen gepaart mit großen Drehungen aus.

Foxtrott wird, wie alle Standardtänze ursprünglich, paarweise getanzt und ist ein wichtiger Teil des Welttanzprogramms. Getanzt wird zu vielen verschiedenen Genres, allerdings ist derzeit besonders die Popmusik beliebt. Foxtrott stammt aus den USA und hat seinen stilistischen Ursprung im Ragtime.

Der Slowfox entstand im England des 20. Jahrhunderts aus dem Foxtrott. Der Tanz, der meist zu Swing getanzt wird, ist musikalisch wie tänzerisch sehr anspruchsvoll und wird deshalb erst in sehr weit fortgeschrittenen Gruppen unterrichtet.

Badminton

Badminton ist wie Tennis ein Rückschlagspiel, das mit einem Schläger pro Person und einem Federball gespielt wird. Zwischen beiden Spielern ist beim Badminton, im Gegensatz zum Federball, ein Netz gespannt. Doch schon lange bevor der Name Badminton entstand gab es Rückschlagspiele, die stark an das heutige Federball erinnern. Die frühesten Funde führen bis zu den Azteken zurück, aber auch in Indien lassen 2.000 Jahre alte Wandmalereien Rückschlüsse auf eine lange Tradition federballähnlicher Spiele ziehen.

Geschichte

Das Badminton in seiner heutigen Form und insbesondere der Name entwickelten sich jedoch in Europa zur Zeit des Barocks. Unter dem Namen battledore and shuttleclock, wurde ein Federballspiel bekannt, dessen Ziel es war, dem Mitspieler möglichst oft den Ball zuzuspielen. In dieser Zeit war der Sport lediglich dem Adel vorbehalten, wo er schnell als beliebte Freizeitbeschäftigung galt. Der damalige Rekord wurde von Mitgliedern der Somerset-Familie gehalten, die 2117 Ballwechsel im Jahr 1830 schafften.

Nachdem sich das Spiel weiterentwickelte und schon viele Aspekte des heutigen Badminton aufwies, kam es auch bald zu dem heutigen Namen, als es auf einem Landsitz namens Badminton zum ersten Mal offiziell vorgestellt wurde. Ab diesem Zeitpunkt ging die Entwicklung rasch voran und 1893 wurden in England der erste Badmintonverein gegründet.

Nur neun Jahre später war der Sport soweit professionalisiert, dass die erste All England Championship stattfand, die die Sportart noch bekannter und beliebter machte. Diese bereits früh in der Entwicklung des Sports aufgekommene Meisterschaft hat für Badminton-Fans heute denselben Stellenwert wie das Wimbledon im Tennis. Der Sport, der heute beinahe in jeder Sporthalle zu spielen ist, wurde allerdings in seiner frühen Entwicklung dadurch ausgebremst, dass es zunächst schwer war, geeignete Sportstätten zu finden. Besonders aufgrund der hohen Deckenhöhe, die das Badminton benötigt, mussten damals häufig sehr ungewöhnliche Orte aufgesucht werden, um die Sportart auszuüben. Aus der heutigen Sicht eventuell etwas fragwürdig, waren damals besonders Kirchen besonders beliebt, um darin Badminton zu spielen: Das Mittelschiff der Kirchen besaß im klassischen Baustil meist enorm hohe Decken.

Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Regeln eingeführt, um den Sport spannender zu machen und gleichzeitig die Sicherheit der Spieler gewährleisten zu können, indem man so das Verletzungsrisiko minimierte.

Gespielt wird Badminton immer in der Halle, um die Spielergebnisse nicht durch den Wind zu verfälschen. Dabei muss die Halle mindestens fünf Meter hoch sein, damit die Bälle nicht regelmäßig durch eine Berührung der Decke abgefälscht werden. Das Spielfeld ist ist 13,4 Meter lang und 6,1 Meter breit.

American Football

Das aus den Vereinigten Staaten stammende American Football zählt zu den populärsten Sportarten der Welt und hat begeisterte Fans rund um den Globus.

Geschichte

Das allererste Spiel fand am 6. November 1869 zwischen zwei Universitäten im Osten der USA statt. Seine Wurzeln liegen im Fußball und im Rugby. Auch heute gilt American Football als Sportart mit hohem Verletzungsrisiko.

In seinen Anfangsjahren war es noch weit gefährlicher als heute, da viele der heute geltenden Regeln, die hauptsächlich zum Schutz der Spieler eingeführt wurden, noch nicht existierten und die Spieler zudem ohne Schutzkleidung spielten. Nach achtzehn Toten in einem Jahr aufgrund von Spielverletzungen wurden neue Regeln von seiten der US-Regierung gefordert. Um das Spiel sicherer zu machen, wurde zunächst eine neutrale Zone zwischen den Linien eingeführt sowie die Regel, dass mindestens sechs, heute sogar sieben, Spieler an der Line of Scrimmage stehen müssen. Ebenso wurden Laufspielzüge und Rückwärtspässe um den Vowärtspass ergänzt. Auch die sogenannte verschränkte Form, die ein enormes Verlerzungsrisiko barg, wurde letztendlich verboten.

So entstand die heutige Form des American Football, doch wie genau es gespielt wird, finden viele Deutsche, die nicht mit der Sportart aufwachsen, immer noch kompliziert. Deshalb einmal das Spiel in Kurzform erklärt: Es gibt pro Mannschaft elf Spieler, die versuchen, den Spielball in die Endzone zu befördern oder ein Fieldgoal erzielen.

Breakdance

Breakdance entstand in den 1970er-Jahren in dem Armenvierteln New Yorks und ist bis heute eine beliebte Jugendkultur. Im Breakdance gibt es bis heute kein festes Schema und gerade das dadurch grenzenlose Improvisieren macht für viele Jugendliche den Reiz dieses Tanzstils aus. Immer wieder gibt es daher überraschende und scheinbar plötzliche Entwicklungen. Getanzt wird dieser Stil meist zu HipHop, aber auch Funk und Pop werden häufig gewählt.

Zurzeit der Entwicklung bot Breakdance für viele Jugendliche eine Alternative zu der auf den Straßen allgegenwärtigen Gewalt und hielt sie davon ab, sich einer der zahlreichen Straßengangs der New Yorker Ghettos anzuschließen. Stattdessen schlossen sich die Breakdancer zu Tanzgruppen zusammen und traten in sogenannten Battles gegeneinander an. Bis heute dienen diese Battles dazu, sein Können zu zeigen und den anderen Tänzer beziehungsweise die andere Gruppe zu überbieten. In abwechselnder Reihenfolge wird versucht, die gegnerischen Tänzer durch beeindruckende Moves zu übertrumpfen und so den Wettkampf für sich zu entscheiden. Handelt es sich um einen professionellen Wettkampf, entscheidet eine Jury durch Wertungen von eins bis zehn über den Gewinner, um eine faire Einschätzung zu gewährleisten.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich im Breakdance ein eigenes Vokabular bestehend aus Begriffen wie Backspin, Headspin und Slides.

Jazzdance

Der Jazzdance hat, wie der dazugehörige Musikstil, seine Wurzeln in Afrika und wurde durch in Amerika arbeitende Sklaven dort verbreitet. Hier kamen Einflüsse aus Südamerika dazu, die den Jazzdance weiterentwickelten. Aufgrund seiner Vielfältigkeit wurde Jazz Dance schnell zur Unterhaltungsform, in die verschiedenste Ideen integriert wurden, wodurch aus dem Jazz viele unterschiedliche Tanzstile hervorgingen, die zunächst weder voneinander noch vom eigentlichen Jazz unterschieden wurden.

Damals wurde Jazzdance meist zu Trommeln oder zu der namensgebenden Jazzmusik getanzt, heute wird meist aktuelle Popmusik oder Hip-Hop gewählt.

Heute kann Jazzdance sehr unterschiedlich aussehen, da er im Laufe seiner Entwicklung mit den unterschiedlichsten Stilen gemischt wurde. Besonders bekannt wurde der Modern Jazzdance, der eine Mischung aus Jazz- und Modern Dance sowie Ballet ist. Dieser moderne Bühnentanz zeichnet sich durch seinen hohen Anspruch an die Tänzer aus.

Typische Jazzelemente bestehen aus Isolationsübungen kombiniert mit schnellen Bein- oder Fußbewegungen, wodurch die Zuschauer den Eindruck bekommen, die Tänzer würden mit ihren Bewegungen spielen. Gleichzeitig gilt Jazzdance als energetischer und lebhafter Tanzstil, der seinen Tänzern viel abverlangt.

Bekannte Jazzdancer

Große Persönlichkeiten des Jazzdance sind Tänzer wie Kathrin Dunham, Pearl Primus, Gene Kelly, Fred Astair und Walter Nicks, die den Jazzdance durch ihr Können nachhaltig beeinflussten.

Geräteturnen

Das Geräteturnen war zunächst nur eine Teildisziplin in den Vereinen der Deutschen Turnerschaft (DT), die neben dem Geräteturnen auch Leichtathletik, Schwimmen, Rudern und Kampfspiele in ihrem Repertoire hatten. Schon bald kam die Forderung auf, das Geräteturnen als unabhängige Disziplin zu betrachten, um das Training auf einen Aspekt fokussieren zu können. Die DT wehrte sich jedoch zunächst vehement gegen diese Forderung und wollte den ursprünglichen Zwölfkampf beibehalten.

Im Jahr 1920 war es dann soweit: Der erste reine Wettkampf im Geräteturnen fand statt. Von da an wurde das Geräteturnen rasch immer beliebter, sodass sich schließlich auch die DT der allgemeinen Meinung beugen musste. Bald führte sie regelmäßige Wettkämpfe im Geräteturnen durch, erfand zeitgleich aber auch die Städtevergleiche und machte die erste Deutsche Meisterschaft im Geräteturnen möglich, durch die eine neue Phase in der Entwicklung des Geräteturnens eingeläutet wurde.

So änderte sich auch die Sportart noch einmal grundlegend. Der Fokus, der lange auf Statik und Krafthalteübungen gelegen hatte, verschob sich zunehmend hin zu von Dynamik geprägten Übungen, wie Sprünge, Salti und Drehungen. Das Turnen wurde also ein mehr und mehr akrobatischer Sport, der sich heute unter anderem durch seine Varietät an Wettkampfformen auszeichnet. Eine der wichtigsten ist hierbei die Kür, die bei den Meisterschaften stets ein fester Bestandteil der Bewertung ist. Hierbei gibt es vorgegebene Kürübungen, an die sich jeder Turner halten muss, um eine objektive Bewertung zu ermöglichen. Die Endnote setzt sich aus zwei Noten zusammen, die jeweils Schwierigkeit beziehungsweise Durchführung bewerten. Eine weitere Form ist die sogenannte Pflicht, bei der jeder Turner eine vorgegebene Reihenfolge von Elementen zeigen muss. Auch hier setzt sich die Note aus Schwierigkeit und Durchführung zusammen, um eine faire Bewertung garantieren zu können. Frei wählbar ist jedoch für jede/n Turner/in die Musik, um ihrer Performance eine persönliche Note zu verleihen.

Pflicht und Kür

Während die Pflicht im Wettkampf und Breitensportbereich meist denselben Ablauf hat, gibt es bei der Kür etliche Unterschiede. Befindet man sich im Wettkampfbereich, werden sechs Geräte nach olympischer Reihenfolge geturnt: Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren, Reck. Allein durch die Anzahl der durchzuführenden Übungen unterscheidet sich hier der Breitensport vom Wettkampfsport, da dort in vielen Fällen nur ein Vierkampf geturnt wird, der sich variabel aus den sechs oben genannten Disziplin zusammensetzen kann. Befindet man sich im leistungssportlichem Nachwuchsbereich, kommt zu diesen beiden Formen der Bewertung noch eine nächste hinzu, der AK. Hierbei müssen im Hinblick auf die Altersklasse athletische Standards erreicht und Voraussetzungen an Geräten gemeistert werden.

Eiskunstlauf

Eiskunstlauf ist eine Sportart, die auch für absolut Unwissende auf diesem Gebiet aufgrund ihrer Eleganz und Grazilität faszinierend ist. Doch um diese Fertigkeiten aufs Eis zu bringen, bedarf es viel Übung, Geduld und Engagement. Es kostet die Athleten extrem viel Zeit, diese Sportart auf hohem Niveau zu performen. Ebenso dauerte es lange Zeit, bis die Sportart in ihrer heutigen modernen Form existierte.

Der Sport, der aus einer kunstvollen Kombination aus Sprüngen, Pirouetten und Schritten besteht, hat seine Wurzeln in England. Von dort aus verbreitete sich der Eiskunstlauf schnell in ganz Europa und in die USA. Auch der erste Wettkampf fand im Jahr 1814 in England statt, allerdings noch lange nicht in der heutigen Form. Im Laufe der Jahre wurden die Regeln immer weiter verändert und verschäft, aber die wichtigste Änderung war wohl das Hinzufügen von Musik, was dem Sport einen ganz anderen Charme und Charakter verlieh und das Eiskunstlaufen revolutionierte. Kehrt man aber wirklich in die Frühgeschichte zurück, muss man zunächst über das Eislaufen reden, das sich erst spät in die zwei Disziplinen Eisschnelllauf und Eiskunstlauf unterteilte.

Entwicklung

Tatsächlich fanden Forscher archäologische Funde, die vermuten lassen, dass bereits in der Bonze- und Steinzeit eine primitive Form des Eislaufens bekannt war. Erstmals historisch erwähnt wurde der Sport in Schriften aus Dänemark aus dem Jahr 1134. Weitere Funde gab es in den Niederlanden, wo sich im 13. Jahrhundert eine erste Version der Sportart entwickelte. Durch die einfach zu fertigenden Schuhe mit metallbeschlagenen Kanten wurde Eislaufen schnell zum Volksvergnügen in den Niederlanden, was sich durch zahlreiche Bilder dieser Zeit bestätigt. Auch der derzeitige Kaiser ließ sich schnell von dem Sport begeistern und veranstaltete sogar einen Eislaufkarneval, der die Sportart noch populärer machte. In anderen Orten hingegen war das Eislaufen zunächst nur dem Adel vorbehalten. Doch erst im 18. Jahrhundert begann sich der Eiskunstlauf vom herkömmlichen Eislaufen abzuspalten und sich weiterzuentwickeln. Es ist zu vermuten, dass dies mit der Verbesserung der Kufen zusammenhängt, die es den Sportlern aufgrund einer neuen, gebogenen Form ermöglichten, Drehungen und kompliziertere Elemente auszuführen. Der erste Eiskunstlaufverein weltweit wurde in Edinburgh unter dem Namen Edinburgh Skating Club im Jahr 1742 gegründet. Das erste Eiskunstlaufhandbuch erschien wenige Jahre später unter dem Titel A treatise on skating in London.

Eiskunstlaufflächen

Doch genauso wie der Sport selbst Zeit brauchte, um in die heutige Form zu finden, dauerte es auch, bis moderne Eislaufhallen und künstliche Eisflächen sowie die dazugehörigen Stadien entstanden. Die ersten Eislaufbahnen waren zugefrorene Flüsse und Seen, was allerdings etliche Probleme mit sich brachte, wie beispielsweise die schwierige Aufbereitung des Eises, aber auch die Abhängigkeit vom Klima sowie eine Benachteiligung der Regionen, in denen weniger kalte Winter herrschten. Deshalb ging die Entwicklung hier rasch voran, sodass schnell erste Kunsteisbahnen gebaut und immer weiter entwickelt wurden.