Handball

Geschichte des Handballs

Da Frauen und Mädchen das Fußballspielen nicht erlaubt war, wurde für sie das Handballspiel erfunden. Handball gilt im Vergleich zu Fußball heute aber häufig als härter, ist aber in Deutschland die nach Fußball beliebteste Ballsportart. Doch auch wenn Handball in Deutschland erst spät als eine Ersatzform eingeführt wurde, entwickelte sich auch diese Sportart über lange Zeiträume, bis die Form, die wir heute kennen, entstand.

„Uraria“ und „Harpaston“: Beides Sportarten, von denen heute keiner je etwas gehört hat. Aber dieses Spiel mit den zwei Namen, das in der Antike gespielt wurde, ist das erste Ballspiel, das Ähnlichkeiten zum Handball aufweist und so natürlich maßgeblich zur Entstehung beitrug. Die nächsten Belege eines ähnlichen Sports findet man erst wieder im Mittelalter, als das Ballspiel mit einem Fangspiel kombiniert wurde. Bis sich das moderne Handball in seiner heutigen Form langsam zu entwickeln begann, sollte es noch etliche Jahrzehnte dauern. Anfang des 20. Jahrhunderts war es dann so weit: Aus Sportarten wie Korb-, Netz- und Turmball entstand schließlich Handball.

Im Jahr 1906 schrieb ein Lehrer in Kopenhagen das erste Regelwerk für Handball, laut dem der Ball nur drei Sekunden gehalten werden und der Spieler mit Ball keine Schritte machen durfte. Doch der Tag, der heute als Geburtstag des Handballs gilt, war noch nicht gekommen, denn noch gab es den Begriff Handball nicht. Am 29. Oktober 1917 war es dann soweit: Der Berliner Oberturnwart Max Heiser benannte Torball in Handball um. Für ihn war Handball das weibliche Pendant zum Fußball, sodass aus den Regeln hauptsächlich eines hervorging: wenig bis kein körperliches Spiel.

Um das Spiel auch für Männer attraktiv zu machen, wurden zwei Jahre später die Regeln weiter entwickelt. Auch das erste Länderspiel ließ dann nicht mehr lange auf sich warten. 1925 traten Deutschland und Österreich in Halle an der Saale erstmals gegeneinander an. Der Startschuss war nun gefallen und die Entwicklung schritt immer schneller voran. Mehr und mehr Vereine wurden gegründet, der erste Verband kam hinzu, schließlich auch der weltweite Handballverband.

Heutige Verbreitung

Heute ist der Sport vor allem in Europa sehr verbreitet, genießt aber auch in etlichen nordafrikanischen und asiatischen Ländern Zuspruch. Das letzte große Highlight im Männerhandball war die WM 2017 in Frankreich, bei der der Gastgeber als Titelverteidiger antrat und gewann. Doch auch die deutschen Handballer hatten Erfolge in den internationalen Wettbewerben der letzten Jahre, sodass die Beliebtheit des Sports in Deutschland stark zunahm.

Volleyball

Geschichte der Sportart

Als Erfinder des Volleyballs gilt William G. Morgan. Seine Inspiration nahm er aus dem Basketballspiel, dessen Erfinder er während seines Studiums kennenlernte. Zu seiner Zeit als Sportlehrer am YMCA suchte er aufgrund einiger älterer und/oder gesundheitlich angeschlagener Studenten nach einer sanfteren Alternative. Er übernahm das trennende Tennisnetz und nutzte zunächst eine Art Basketball mit weniger Gewicht. Dieses Spiel nannte er zunächst „Mintonette“.

Das erste Spiel fand im Juli 1896 bei einer YMCA-Konferenz statt, wo auch der Vorschlag, das Spiel aufgrund der Spielweise in Volleyball umzubenennen, gemacht wurde. In den folgenden Jahren verbreitete sich die Sportart, deren Regelwerk sich noch stark vom heutigen unterschied, in die ganze Welt. 1900 kam sie nach Kanada, bald darauf durch einen Offizier nach Kuba und sogar nach Japan. Mit dem ersten Weltkrieg verbreitete sich Volleyball dann auch in Europa, wo es vor allem in Osteuropa schnell starken Anklang fand. Nach einer weiteren Verbreitung durch den zweiten Weltkrieg kam es 1947 zu einem Treffen in Paris, wo vierzehn Nationen den Weltverband FIVB gründeten. In den darauffolgenden vier Jahren fanden die ersten Europa- und Weltmeisterschaften der Männer und Frauen statt. Kurz danach wurde der Sport in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen, woraufhin der europäische Verband CEV gegründet wurde.

Volleyball heute

Heute gibt es im Volleyball zahlreiche internationale Wettbewerbe für Nationalmannschaften. Neben den Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften gibt es den Volleyball World Cup und die Volleyball Nations League.

Daneben laufen auch internationale Wettbewerbe für Vereinsmannschaften auf hohem Niveau, wie die Champions League, der CEV Pokal und die Klub-Weltmeisterschaft.

Wie in vielen Sportarten gibt es auch im Volleyball viele unterschiedliche Varianten. Die bekannteste und wohl auch beliebteste ist das Beachvolleyball, das im Sand gespielt wird. Weitere Varianten sind das Snowvolleyball, Sitzvolleyball und Faustball.