American Football

Das aus den Vereinigten Staaten stammende American Football zählt zu den populärsten Sportarten der Welt und hat begeisterte Fans rund um den Globus.

Geschichte

Das allererste Spiel fand am 6. November 1869 zwischen zwei Universitäten im Osten der USA statt. Seine Wurzeln liegen im Fußball und im Rugby. Auch heute gilt American Football als Sportart mit hohem Verletzungsrisiko.

In seinen Anfangsjahren war es noch weit gefährlicher als heute, da viele der heute geltenden Regeln, die hauptsächlich zum Schutz der Spieler eingeführt wurden, noch nicht existierten und die Spieler zudem ohne Schutzkleidung spielten. Nach achtzehn Toten in einem Jahr aufgrund von Spielverletzungen wurden neue Regeln von seiten der US-Regierung gefordert. Um das Spiel sicherer zu machen, wurde zunächst eine neutrale Zone zwischen den Linien eingeführt sowie die Regel, dass mindestens sechs, heute sogar sieben, Spieler an der Line of Scrimmage stehen müssen. Ebenso wurden Laufspielzüge und Rückwärtspässe um den Vowärtspass ergänzt. Auch die sogenannte verschränkte Form, die ein enormes Verlerzungsrisiko barg, wurde letztendlich verboten.

So entstand die heutige Form des American Football, doch wie genau es gespielt wird, finden viele Deutsche, die nicht mit der Sportart aufwachsen, immer noch kompliziert. Deshalb einmal das Spiel in Kurzform erklärt: Es gibt pro Mannschaft elf Spieler, die versuchen, den Spielball in die Endzone zu befördern oder ein Fieldgoal erzielen.

Breakdance

Breakdance entstand in den 1970er-Jahren in dem Armenvierteln New Yorks und ist bis heute eine beliebte Jugendkultur. Im Breakdance gibt es bis heute kein festes Schema und gerade das dadurch grenzenlose Improvisieren macht für viele Jugendliche den Reiz dieses Tanzstils aus. Immer wieder gibt es daher überraschende und scheinbar plötzliche Entwicklungen. Getanzt wird dieser Stil meist zu HipHop, aber auch Funk und Pop werden häufig gewählt.

Zurzeit der Entwicklung bot Breakdance für viele Jugendliche eine Alternative zu der auf den Straßen allgegenwärtigen Gewalt und hielt sie davon ab, sich einer der zahlreichen Straßengangs der New Yorker Ghettos anzuschließen. Stattdessen schlossen sich die Breakdancer zu Tanzgruppen zusammen und traten in sogenannten Battles gegeneinander an. Bis heute dienen diese Battles dazu, sein Können zu zeigen und den anderen Tänzer beziehungsweise die andere Gruppe zu überbieten. In abwechselnder Reihenfolge wird versucht, die gegnerischen Tänzer durch beeindruckende Moves zu übertrumpfen und so den Wettkampf für sich zu entscheiden. Handelt es sich um einen professionellen Wettkampf, entscheidet eine Jury durch Wertungen von eins bis zehn über den Gewinner, um eine faire Einschätzung zu gewährleisten.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich im Breakdance ein eigenes Vokabular bestehend aus Begriffen wie Backspin, Headspin und Slides.

Jazzdance

Der Jazzdance hat, wie der dazugehörige Musikstil, seine Wurzeln in Afrika und wurde durch in Amerika arbeitende Sklaven dort verbreitet. Hier kamen Einflüsse aus Südamerika dazu, die den Jazzdance weiterentwickelten. Aufgrund seiner Vielfältigkeit wurde Jazz Dance schnell zur Unterhaltungsform, in die verschiedenste Ideen integriert wurden, wodurch aus dem Jazz viele unterschiedliche Tanzstile hervorgingen, die zunächst weder voneinander noch vom eigentlichen Jazz unterschieden wurden.

Damals wurde Jazzdance meist zu Trommeln oder zu der namensgebenden Jazzmusik getanzt, heute wird meist aktuelle Popmusik oder Hip-Hop gewählt.

Heute kann Jazzdance sehr unterschiedlich aussehen, da er im Laufe seiner Entwicklung mit den unterschiedlichsten Stilen gemischt wurde. Besonders bekannt wurde der Modern Jazzdance, der eine Mischung aus Jazz- und Modern Dance sowie Ballet ist. Dieser moderne Bühnentanz zeichnet sich durch seinen hohen Anspruch an die Tänzer aus.

Typische Jazzelemente bestehen aus Isolationsübungen kombiniert mit schnellen Bein- oder Fußbewegungen, wodurch die Zuschauer den Eindruck bekommen, die Tänzer würden mit ihren Bewegungen spielen. Gleichzeitig gilt Jazzdance als energetischer und lebhafter Tanzstil, der seinen Tänzern viel abverlangt.

Bekannte Jazzdancer

Große Persönlichkeiten des Jazzdance sind Tänzer wie Kathrin Dunham, Pearl Primus, Gene Kelly, Fred Astair und Walter Nicks, die den Jazzdance durch ihr Können nachhaltig beeinflussten.

Geräteturnen

Das Geräteturnen war zunächst nur eine Teildisziplin in den Vereinen der Deutschen Turnerschaft (DT), die neben dem Geräteturnen auch Leichtathletik, Schwimmen, Rudern und Kampfspiele in ihrem Repertoire hatten. Schon bald kam die Forderung auf, das Geräteturnen als unabhängige Disziplin zu betrachten, um das Training auf einen Aspekt fokussieren zu können. Die DT wehrte sich jedoch zunächst vehement gegen diese Forderung und wollte den ursprünglichen Zwölfkampf beibehalten.

Im Jahr 1920 war es dann soweit: Der erste reine Wettkampf im Geräteturnen fand statt. Von da an wurde das Geräteturnen rasch immer beliebter, sodass sich schließlich auch die DT der allgemeinen Meinung beugen musste. Bald führte sie regelmäßige Wettkämpfe im Geräteturnen durch, erfand zeitgleich aber auch die Städtevergleiche und machte die erste Deutsche Meisterschaft im Geräteturnen möglich, durch die eine neue Phase in der Entwicklung des Geräteturnens eingeläutet wurde.

So änderte sich auch die Sportart noch einmal grundlegend. Der Fokus, der lange auf Statik und Krafthalteübungen gelegen hatte, verschob sich zunehmend hin zu von Dynamik geprägten Übungen, wie Sprünge, Salti und Drehungen. Das Turnen wurde also ein mehr und mehr akrobatischer Sport, der sich heute unter anderem durch seine Varietät an Wettkampfformen auszeichnet. Eine der wichtigsten ist hierbei die Kür, die bei den Meisterschaften stets ein fester Bestandteil der Bewertung ist. Hierbei gibt es vorgegebene Kürübungen, an die sich jeder Turner halten muss, um eine objektive Bewertung zu ermöglichen. Die Endnote setzt sich aus zwei Noten zusammen, die jeweils Schwierigkeit beziehungsweise Durchführung bewerten. Eine weitere Form ist die sogenannte Pflicht, bei der jeder Turner eine vorgegebene Reihenfolge von Elementen zeigen muss. Auch hier setzt sich die Note aus Schwierigkeit und Durchführung zusammen, um eine faire Bewertung garantieren zu können. Frei wählbar ist jedoch für jede/n Turner/in die Musik, um ihrer Performance eine persönliche Note zu verleihen.

Pflicht und Kür

Während die Pflicht im Wettkampf und Breitensportbereich meist denselben Ablauf hat, gibt es bei der Kür etliche Unterschiede. Befindet man sich im Wettkampfbereich, werden sechs Geräte nach olympischer Reihenfolge geturnt: Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren, Reck. Allein durch die Anzahl der durchzuführenden Übungen unterscheidet sich hier der Breitensport vom Wettkampfsport, da dort in vielen Fällen nur ein Vierkampf geturnt wird, der sich variabel aus den sechs oben genannten Disziplin zusammensetzen kann. Befindet man sich im leistungssportlichem Nachwuchsbereich, kommt zu diesen beiden Formen der Bewertung noch eine nächste hinzu, der AK. Hierbei müssen im Hinblick auf die Altersklasse athletische Standards erreicht und Voraussetzungen an Geräten gemeistert werden.

Eiskunstlauf

Eiskunstlauf ist eine Sportart, die auch für absolut Unwissende auf diesem Gebiet aufgrund ihrer Eleganz und Grazilität faszinierend ist. Doch um diese Fertigkeiten aufs Eis zu bringen, bedarf es viel Übung, Geduld und Engagement. Es kostet die Athleten extrem viel Zeit, diese Sportart auf hohem Niveau zu performen. Ebenso dauerte es lange Zeit, bis die Sportart in ihrer heutigen modernen Form existierte.

Der Sport, der aus einer kunstvollen Kombination aus Sprüngen, Pirouetten und Schritten besteht, hat seine Wurzeln in England. Von dort aus verbreitete sich der Eiskunstlauf schnell in ganz Europa und in die USA. Auch der erste Wettkampf fand im Jahr 1814 in England statt, allerdings noch lange nicht in der heutigen Form. Im Laufe der Jahre wurden die Regeln immer weiter verändert und verschäft, aber die wichtigste Änderung war wohl das Hinzufügen von Musik, was dem Sport einen ganz anderen Charme und Charakter verlieh und das Eiskunstlaufen revolutionierte. Kehrt man aber wirklich in die Frühgeschichte zurück, muss man zunächst über das Eislaufen reden, das sich erst spät in die zwei Disziplinen Eisschnelllauf und Eiskunstlauf unterteilte.

Entwicklung

Tatsächlich fanden Forscher archäologische Funde, die vermuten lassen, dass bereits in der Bonze- und Steinzeit eine primitive Form des Eislaufens bekannt war. Erstmals historisch erwähnt wurde der Sport in Schriften aus Dänemark aus dem Jahr 1134. Weitere Funde gab es in den Niederlanden, wo sich im 13. Jahrhundert eine erste Version der Sportart entwickelte. Durch die einfach zu fertigenden Schuhe mit metallbeschlagenen Kanten wurde Eislaufen schnell zum Volksvergnügen in den Niederlanden, was sich durch zahlreiche Bilder dieser Zeit bestätigt. Auch der derzeitige Kaiser ließ sich schnell von dem Sport begeistern und veranstaltete sogar einen Eislaufkarneval, der die Sportart noch populärer machte. In anderen Orten hingegen war das Eislaufen zunächst nur dem Adel vorbehalten. Doch erst im 18. Jahrhundert begann sich der Eiskunstlauf vom herkömmlichen Eislaufen abzuspalten und sich weiterzuentwickeln. Es ist zu vermuten, dass dies mit der Verbesserung der Kufen zusammenhängt, die es den Sportlern aufgrund einer neuen, gebogenen Form ermöglichten, Drehungen und kompliziertere Elemente auszuführen. Der erste Eiskunstlaufverein weltweit wurde in Edinburgh unter dem Namen Edinburgh Skating Club im Jahr 1742 gegründet. Das erste Eiskunstlaufhandbuch erschien wenige Jahre später unter dem Titel A treatise on skating in London.

Eiskunstlaufflächen

Doch genauso wie der Sport selbst Zeit brauchte, um in die heutige Form zu finden, dauerte es auch, bis moderne Eislaufhallen und künstliche Eisflächen sowie die dazugehörigen Stadien entstanden. Die ersten Eislaufbahnen waren zugefrorene Flüsse und Seen, was allerdings etliche Probleme mit sich brachte, wie beispielsweise die schwierige Aufbereitung des Eises, aber auch die Abhängigkeit vom Klima sowie eine Benachteiligung der Regionen, in denen weniger kalte Winter herrschten. Deshalb ging die Entwicklung hier rasch voran, sodass schnell erste Kunsteisbahnen gebaut und immer weiter entwickelt wurden.

Sportliche Aktivitäten zum Fitbleiben

Die meisten Leute kennen die Situation: Ein langer Arbeitstag neigt sich dem Ende zu. Der Körper fühlt sich ausgelaugt und am liebsten möchte man sich mit einer Tüte Chips und einer Cola auf das Sofa setzen und nur noch entspannen. Doch genau an diesem Punkt setzen Gewissensbisse ein. Im Kopf stellt man sich die Fragen, ob dieser Weg der richtige ist und ob man nicht erst einmal etwas für seinen Körper tun sollte. Sportliche Aktivitäten nach Feierabend stellen ein super Alternativprogramm zum Fernsehabend dar. Der Körper wird noch einmal aufgerafft und kurbelt den Stoffwechsel und damit auch die Fettverbrennung an. Der hübsche Nebeneffekt des schöneren Körpers ist die Kirsche auf der Sahne. Doch welche Aktivitäten bieten sich für den Feierabendsport an?

Vereinssport

Die beliebteste Option für sportliche Aktivitäten nach dem Feierabend ist der Vereinssport. In nahezu jedem Ort gibt es die verschiedensten Sportvereine, die regelmäßiges Training anbieten. Die häufig werden Ballsportarten angeboten, daher sind die meisten Vereine in den Bereichen Fußball, Handball, Volleyball oder Tennis aktiv. Ebenfalls haben viele dieser Vereine eine Leichtathletikabteilung, die die verschiedensten Sportarten kombinieren und dazu viele Möglichkeiten zur Entfaltung bieten. Dies gilt sowohl auf Freizeit- als auch auf Wettkampfniveau. Doch es gibt auch unzählige Turn-, Tanz-, und Schießvereine, die zur abendlichen Betätigung einladen. In größeren Städten gibt es noch viele weitere verschiedene Sportgemeinschaften und Sportvereine, die sich über Zuwachs jeder Art freuen.

Kraftsport

Eine Betätigungsform, die besonders in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat, ist der Kraftsport. Dieser wird entweder in einem der unzähligen Fitness-Studios oder in den eigenen vier Wänden ausgeübt. Neben dem Abo in einem Fitnesscenter oder den richtigen Sportgeräten sollte man sich die richtige Kleidung anschaffen. Bequeme Kleidung und angemessenes Schuhwerk, wie Ecco Schuhe oder andere Laufschuhe, sind wichtig, damit der Spaß am Sport auch langfristig erhalten bleibt. Darüber hinaus ist es im Kraftsport ein Erfolgsgeheimnis, sich selbst zu motivieren. Zu diesem Zweck findet man im Internet auf diversen Kanälen Motivationsvideos oder Ähnliches.

Ausdauersport

Eine dritte Alternative zum Fernsehabend ist Ausdauersport. Dieser kann, wie die meisten Sportarten, ebenfalls im Verein ausgeführt werden, aber auch auf eigene Faust. Man braucht dafür nicht mehr als ein paar Laufschuhe, ein Fahrrad oder eine Badehose, denn Radfahren, Schwimmen und Laufen sind die drei besten und beliebtesten Ausdauersportarten. Das Besondere an diesem Sport ist, dass man an nahezu jedem Ort der Welt zumindest eine der drei Sportarten ausführen kann. Da, wie der Name schon sagt, Ausdauersport eine hohe körperliche Belastung ist, muss der Athlet sein eigenes Niveau richtig einschätzen, um Gefahren für den Kreislauf aus dem Weg zu gehen.

Weitere Sportarten

Neben den obengenannten sportlichen Aktivitäten gibt es viele weitere Möglichkeiten, sich nach der Arbeit zu bewegen. Ganz egal welcher Sportart man jedoch nachgeht, am Ende ist das Wichtigste, dass man Spaß daran hat.

Basketball

Entstehung der Sportart

Die vor allem in Amerika überaus beliebte Sportart wurde 1891 von James Naismith erfunden. Der Kanadier, der als Arzt und Pädagoge tätig war, entwickelte das Spiel als einen Hallensport für seine Studenten. Da er erkannte, dass in den meisten anderen Sportarten die Verletzungen daher rührten, dass diese auf einer Ebene abliefen, hängte er die Körbe auf eine Höhe eineinhalb Meter über die Spieler. Die damals zufällig bestimmten 3,05 Meter Aufhänghöhe wurden bis heute nicht verändert.

Erst 1906 wurde das heute charakteristische offene Netz erfunden, davor mussten die Bälle nach jedem erfolgreichen Wurf mit einem Stock aus dem Korb geholt werden. Die dreizehn Grundregeln, die Naismith bereits zu Beginn festlegte, wurden allerdings bis heute kaum bis gar nicht verändert.

Am 20. Januar 1892 fand schließlich das erste offizielle Basketballspiel statt. Bemerkenswert ist hier die extrem niedrige Trefferquote, auf beiden Seiten wurde pro Halbzeit nur jeweils ein Korb erzielt. Bereits im darauffolgenden Jahr fand das erste Frauenbasketballspiel statt, für das die Regeln angepasst wurden. Prägend hierfür war Senda Berenson, die dabei half, die Grundregeln zu entwickeln, und anschließend ein auf Frauenbasketball spezialisiertes Magazin herausbrachte. Ab da entwickelte die Sportart sich immer schneller weiter und verbreitete sich auch in Asien, Afrika und Europa, sodass Basketball heute zu den beliebtesten Sportarten der Welt gehört.

Fußball

Mit rund vier Milliarden Fans rund um den Globus ist Fußball der beliebteste Sport weltweit und steht natürlich auch in Deutschland unangefochten an der Spitze. Mit den

Bayern ist hier eine echte Kultmannschaft zu Hause. 2014 holten „unsere Jungs“ den WM-Sieg und beinahe jedes Kind fängt an, nach allem zu kicken, was rund ist, sobald es laufen kann. All dies sind natürlich Faktoren, die die Deutschen so an ihren geliebten „Nationalsport“ binden. Doch es muss natürlich noch andere Aspekte für die Beliebtheit des Sports geben, der weltweit so sehr gefeiert wird, die eventuell in dessen Historie begründet sind.

Geschichte und Entwicklung der Sportart

Es gibt die unterschiedlichsten Überlieferungen, die bis ins alte China zurückzuführen sind. Eine Form des Spiels soll auch in der Türkei schon vor Hunderten von Jahren existiert haben. Dennoch, als offizielles Mutterland des Fußballs gilt bis heute England. Dort ging der Sport aus Wettkämpfen zwischen Dörfern hervor, die versuchten, einen Ball durch das Stadttor des jeweiligen Gegners zu befördern. Da hier noch ohne jegliche Regeln gespielt wurde, gab es dementsprechend viele Verletze, was schlussendlich zu einem Verbot seitens der Kirche und sogar der Krone führte.

Die ersten Regeln wurden im Jahr 1848 von Studenten der Cambridge University verfasst. Wenngleich sich die Regeln noch stark von den heutigen unterschieden, setzt man hier den Beginn des modernen Fußballspiels. Einer der größten Unterschiede beginnt schon bei der Zahl der Spieler einer Mannschaft: Sind es heute elf, waren es damals noch bis zu zwanzig.

Nur neun Jahre nach den ersten offiziellen Regeln entstand mit dem FC Sheffield auch der erste Verein. Noch kürzer war dann die Zeitspanne zwischen der Gründung des ersten Vereins und der des ersten Fußballverbands. Der weltweit erste entstand in London, entwickelte dort ein umfassendes Regelwerk und förderte nachhaltig die Entwicklung des Sports.

Immer wieder wurden die Regeln erweitert, so kam 1866 die Abseitsregel hinzu, wurde um Eckball und Freistoß ergänzt und schließlich wurde auch die Anzahl der Spieler auf elf begrenzt. Im darauf folgenden Jahr wurde allen Feldspielern das Handspiel verboten und eine einheitliche Ballgröße festgelegt.

All diese Regeln sollten nicht nur das Spiel selbst verbessern, sondern den Fußball auch immer deutlicher vom Rugby abgrenzen. Die Erweiterungen gingen noch weiter: Zwei Jahre nach dem ersten Länderspiel wurden Schiedsrichter eingeführt, um unparteiische Entscheidungen treffen zu können.

Als sich der Fußball in England schon immer weiter professionalisierte steckte er in Deutschland zur selben Zeit noch in den Kinderschuhen. Hier wurde er zunächst als Schulsport in einem Gymnasium eingeführt. Außerhalb schulischer Aktivitäten waren es englische Kaufleute, die den „Fußballsport“ einführten. Doch es dauerte viel länger als in England, dass Fußball in Deutschland gesellschaftlich akzeptiert wurde. Noch immer als Modesport geltend, entstand dann trotzdem der erste Verein: Dresden English Football Club. Ab hier ging die Entwicklung immer schneller voran und schon bald war die Sportart in Deutschland ebenso etabliert. Es dauerte dann nicht mehr lange, bis auch hier die Sportart ebenso professionell aufgezogen wurde wie schon in England.

Handball

Geschichte des Handballs

Da Frauen und Mädchen das Fußballspielen nicht erlaubt war, wurde für sie das Handballspiel erfunden. Handball gilt im Vergleich zu Fußball heute aber häufig als härter, ist aber in Deutschland die nach Fußball beliebteste Ballsportart. Doch auch wenn Handball in Deutschland erst spät als eine Ersatzform eingeführt wurde, entwickelte sich auch diese Sportart über lange Zeiträume, bis die Form, die wir heute kennen, entstand.

„Uraria“ und „Harpaston“: Beides Sportarten, von denen heute keiner je etwas gehört hat. Aber dieses Spiel mit den zwei Namen, das in der Antike gespielt wurde, ist das erste Ballspiel, das Ähnlichkeiten zum Handball aufweist und so natürlich maßgeblich zur Entstehung beitrug. Die nächsten Belege eines ähnlichen Sports findet man erst wieder im Mittelalter, als das Ballspiel mit einem Fangspiel kombiniert wurde. Bis sich das moderne Handball in seiner heutigen Form langsam zu entwickeln begann, sollte es noch etliche Jahrzehnte dauern. Anfang des 20. Jahrhunderts war es dann so weit: Aus Sportarten wie Korb-, Netz- und Turmball entstand schließlich Handball.

Im Jahr 1906 schrieb ein Lehrer in Kopenhagen das erste Regelwerk für Handball, laut dem der Ball nur drei Sekunden gehalten werden und der Spieler mit Ball keine Schritte machen durfte. Doch der Tag, der heute als Geburtstag des Handballs gilt, war noch nicht gekommen, denn noch gab es den Begriff Handball nicht. Am 29. Oktober 1917 war es dann soweit: Der Berliner Oberturnwart Max Heiser benannte Torball in Handball um. Für ihn war Handball das weibliche Pendant zum Fußball, sodass aus den Regeln hauptsächlich eines hervorging: wenig bis kein körperliches Spiel.

Um das Spiel auch für Männer attraktiv zu machen, wurden zwei Jahre später die Regeln weiter entwickelt. Auch das erste Länderspiel ließ dann nicht mehr lange auf sich warten. 1925 traten Deutschland und Österreich in Halle an der Saale erstmals gegeneinander an. Der Startschuss war nun gefallen und die Entwicklung schritt immer schneller voran. Mehr und mehr Vereine wurden gegründet, der erste Verband kam hinzu, schließlich auch der weltweite Handballverband.

Heutige Verbreitung

Heute ist der Sport vor allem in Europa sehr verbreitet, genießt aber auch in etlichen nordafrikanischen und asiatischen Ländern Zuspruch. Das letzte große Highlight im Männerhandball war die WM 2017 in Frankreich, bei der der Gastgeber als Titelverteidiger antrat und gewann. Doch auch die deutschen Handballer hatten Erfolge in den internationalen Wettbewerben der letzten Jahre, sodass die Beliebtheit des Sports in Deutschland stark zunahm.

Tennis

Früher wurde Tennis in Deutschland häufig als elitär bezeichnet. Heute ist die Sportart vollkommen im Breitensport angelangt. Wie es zu diesem Wandel kam, aber auch wie sich Tennis generell entwickelt hat, möchte ich im Folgenden erklären.

Wie in vielen anderen Sportarten lässt sich auch die Geschichte des Tennis extrem weit zurückführen. Das bereits im frühen Mittelalter von Mönchen in Klostern gespielte Rückhandspiel fand vor allem in Frankreich und England des 16. und 17. Jahrhunderts großen Anklang im Bürgertum sowie im Adel. Da es jedoch auch die einfache Bevölkerung im Freien spielte, entwickelten sich aus dem ursprünglichen Spiel zahlreiche Varianten. Das moderne Rasentennis wurde jedoch in Großbritannien erfunden und besonders in den USA, Europa und britischen Kolonien positiv aufgenommen. Nach dieser Verbreitung ab dem Jahr 1870 professionalisierte sich der Sport rasch, sodass bereits um die Jahrhundertwende die ersten internationalen Tennisturniere stattfanden. Schon 1913 wurde der internationale Tennisverband gegründet, der zehn Jahre später die vier wichtigsten Grand-Slam-Turniere ins Leben rief, die bis heute nichts an Bedeutung verloren haben.

Tennis als olympische Disziplin

Tennis schaffte auch bereits bei den ersten Olympischen Spielen 1896 den Sprung zur olympischen Disziplin. Das Problem war hierbei jedoch ein Mangel an Spielern, da die gut ausgebildeten, professionellen Tennisspieler aus England oder Frankreich die Teilnahme verweigerten, sodass viele Amateure antraten und Sportler aus anderen Sportarten kurzfristig angeworben wurden. So gibt es Geschichten über Leichtathleten, die beim Kauf eines Tennisschlägers zur Teilnahme an den olympischen Spielen überredet wurden, oder über Sportler, die eigentlich als Zuschauer in den Rängen saßen und in letzter Sekunde überzeugt wurden, teilzunehmen.