Modern Dance

Dieser Tanzstil ist bis heute in vielen professionellen Tanzschulen ein beliebtes Unterrichtsfach. Zur Zeit seiner Entstehung in England bezeichnet Modern Dance jedoch zunächst keinen eigenen Stil, sondern wurde jediglich als Gegenbegriff zum klassischen Ballet und zu Gesellschaftstänzen verwendet.

Auch heute steht beim Modern Dance nicht die Technik im Vordergrund, sondern die Gefühlslage, die die Tänzer zu vermitteln versuchen. Um ihr Inneres zum Ausdruck zu bringen, setzen sie sich mit menschlichen Bedürfnissen und Wünschen, aber auch Ängsten auseinander, die sie dem Zuschauer in ihrem Tanz zeigen wollen. Doch obwohl hier der Fokus zunächst auf den Emotionen lag, kam im Laufe der Entwicklung immer häufiger der Wunsch nach festen Schritten und Choreographien auf, denn die Tänzer hatten den Anspruch, ebenso wie Ballettänzer als angesehene Künstler betrachtet zu werden. Deshalb wurden die Techniken des Modern Dance immer weiter verfeinert und die Stärke und Beweglichkeit immer mehr gefördert.

Dennoch ist es bis heute wichtig, dass der Augenmerk beim Modern Dance nicht auf dem Aussehen, sondern den Emotionen liegt, die die Tänzer auf die Bühne bringen, indem sie sich stark mit ihrer Rolle identifizieren, um den Zuschauern die Gefühle authentisch zu vermitteln. Tanzfiguren sollen nicht oberflächlich dargestellt werden, sondern aus dem Innern des Tänzers kommen.

Volleyball

Geschichte der Sportart

Als Erfinder des Volleyballs gilt William G. Morgan. Seine Inspiration nahm er aus dem Basketballspiel, dessen Erfinder er während seines Studiums kennenlernte. Zu seiner Zeit als Sportlehrer am YMCA suchte er aufgrund einiger älterer und/oder gesundheitlich angeschlagener Studenten nach einer sanfteren Alternative. Er übernahm das trennende Tennisnetz und nutzte zunächst eine Art Basketball mit weniger Gewicht. Dieses Spiel nannte er zunächst „Mintonette“.

Das erste Spiel fand im Juli 1896 bei einer YMCA-Konferenz statt, wo auch der Vorschlag, das Spiel aufgrund der Spielweise in Volleyball umzubenennen, gemacht wurde. In den folgenden Jahren verbreitete sich die Sportart, deren Regelwerk sich noch stark vom heutigen unterschied, in die ganze Welt. 1900 kam sie nach Kanada, bald darauf durch einen Offizier nach Kuba und sogar nach Japan. Mit dem ersten Weltkrieg verbreitete sich Volleyball dann auch in Europa, wo es vor allem in Osteuropa schnell starken Anklang fand. Nach einer weiteren Verbreitung durch den zweiten Weltkrieg kam es 1947 zu einem Treffen in Paris, wo vierzehn Nationen den Weltverband FIVB gründeten. In den darauffolgenden vier Jahren fanden die ersten Europa- und Weltmeisterschaften der Männer und Frauen statt. Kurz danach wurde der Sport in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen, woraufhin der europäische Verband CEV gegründet wurde.

Volleyball heute

Heute gibt es im Volleyball zahlreiche internationale Wettbewerbe für Nationalmannschaften. Neben den Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften gibt es den Volleyball World Cup und die Volleyball Nations League.

Daneben laufen auch internationale Wettbewerbe für Vereinsmannschaften auf hohem Niveau, wie die Champions League, der CEV Pokal und die Klub-Weltmeisterschaft.

Wie in vielen Sportarten gibt es auch im Volleyball viele unterschiedliche Varianten. Die bekannteste und wohl auch beliebteste ist das Beachvolleyball, das im Sand gespielt wird. Weitere Varianten sind das Snowvolleyball, Sitzvolleyball und Faustball.