Breakdance

Breakdance entstand in den 1970er-Jahren in dem Armenvierteln New Yorks und ist bis heute eine beliebte Jugendkultur. Im Breakdance gibt es bis heute kein festes Schema und gerade das dadurch grenzenlose Improvisieren macht für viele Jugendliche den Reiz dieses Tanzstils aus. Immer wieder gibt es daher überraschende und scheinbar plötzliche Entwicklungen. Getanzt wird dieser Stil meist zu HipHop, aber auch Funk und Pop werden häufig gewählt.

Zurzeit der Entwicklung bot Breakdance für viele Jugendliche eine Alternative zu der auf den Straßen allgegenwärtigen Gewalt und hielt sie davon ab, sich einer der zahlreichen Straßengangs der New Yorker Ghettos anzuschließen. Stattdessen schlossen sich die Breakdancer zu Tanzgruppen zusammen und traten in sogenannten Battles gegeneinander an. Bis heute dienen diese Battles dazu, sein Können zu zeigen und den anderen Tänzer beziehungsweise die andere Gruppe zu überbieten. In abwechselnder Reihenfolge wird versucht, die gegnerischen Tänzer durch beeindruckende Moves zu übertrumpfen und so den Wettkampf für sich zu entscheiden. Handelt es sich um einen professionellen Wettkampf, entscheidet eine Jury durch Wertungen von eins bis zehn über den Gewinner, um eine faire Einschätzung zu gewährleisten.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich im Breakdance ein eigenes Vokabular bestehend aus Begriffen wie Backspin, Headspin und Slides.

Jazzdance

Der Jazzdance hat, wie der dazugehörige Musikstil, seine Wurzeln in Afrika und wurde durch in Amerika arbeitende Sklaven dort verbreitet. Hier kamen Einflüsse aus Südamerika dazu, die den Jazzdance weiterentwickelten. Aufgrund seiner Vielfältigkeit wurde Jazz Dance schnell zur Unterhaltungsform, in die verschiedenste Ideen integriert wurden, wodurch aus dem Jazz viele unterschiedliche Tanzstile hervorgingen, die zunächst weder voneinander noch vom eigentlichen Jazz unterschieden wurden.

Damals wurde Jazzdance meist zu Trommeln oder zu der namensgebenden Jazzmusik getanzt, heute wird meist aktuelle Popmusik oder Hip-Hop gewählt.

Heute kann Jazzdance sehr unterschiedlich aussehen, da er im Laufe seiner Entwicklung mit den unterschiedlichsten Stilen gemischt wurde. Besonders bekannt wurde der Modern Jazzdance, der eine Mischung aus Jazz- und Modern Dance sowie Ballet ist. Dieser moderne Bühnentanz zeichnet sich durch seinen hohen Anspruch an die Tänzer aus.

Typische Jazzelemente bestehen aus Isolationsübungen kombiniert mit schnellen Bein- oder Fußbewegungen, wodurch die Zuschauer den Eindruck bekommen, die Tänzer würden mit ihren Bewegungen spielen. Gleichzeitig gilt Jazzdance als energetischer und lebhafter Tanzstil, der seinen Tänzern viel abverlangt.

Bekannte Jazzdancer

Große Persönlichkeiten des Jazzdance sind Tänzer wie Kathrin Dunham, Pearl Primus, Gene Kelly, Fred Astair und Walter Nicks, die den Jazzdance durch ihr Können nachhaltig beeinflussten.

Ballet

Ballet sowohl eine Form des Bühnentanzes als auch eine eigenständige Kunstform. Durch Schritte und Bewegungen bringen die Tänzer eine Geschichte auf die Bühne und wecken in den Zuschauern Emotionen. Um die Geschichte zu vermitteln, sind alle Tanzschritte durch eine strenge Choreographie vorgegeben, die die Tänzer über Monate in anstrengendem Training lernen und immer weiter perfektionieren, sodass ihnen beim Tanzen auf der Bühne die Anstrengung nicht anzusehen ist. Unterstützt werden die Tänzer und somit die zu erzählende Geschichte auf der Bühne durch klassische Musik, ein wechselndes Bühnenbild und Kleidung, die den künstlerischen Ausdruck noch unterstreicht.

Das System des Ballets besteht aus fünf Grundschritten beziehungsweise Positionen, die den Choreographien einen roten Faden geben. Diese Bewegungen orientieren sich an der Anatomie des menschlichen Körpers und verlangen eine Kombination aus Stärke, Beweglichkeit und Genauigkeit. Neben einem eigenen System an Positionen verfügt das Ballett auch über ein eigenes Vokabular, das sich zu einem großen Teil aus französischen Begriffen zusammensetzt.

Entstehung

Das heutige klassische Ballet entstand im 18. Jahrhundert in Frankreich und entwickelte sich über die Jahrzehnte stetig weiter. Neben einer Weiterentwicklung des Tanzes sowie der dazugehörigen Trainingsmethoden wurden in dieser Zeit viele berühmte Choreographien geschrieben, die das Ballet bis heute beeinflussen. Zudem breitete sich die Sportart nun von Frankreich über ganz Europa aus, sodass verschiedene Stile entstanden, da jedes Land zwar dieselben Grundschritte beibehielt, aber neue Schwerpunkte setzte. Dadurch entstanden die verschiedenen Schulen des Ballets.

Der Name des Tanzstils stammt aus dem italienischem. Es wird von balleto beziehungsweise ballo abgeleitet, was übersetzt Tanz oder klassischer Tanz heißt. Heute wird der Begriff Ballet häufig als Synonym für klassisches Ballet verwendet, aber auch Tanzstile, die aus dem Ballet hervorgingen, werden unter dem Überbegriff Ballet zusammengefasst.

Modern Dance

Dieser Tanzstil ist bis heute in vielen professionellen Tanzschulen ein beliebtes Unterrichtsfach. Zur Zeit seiner Entstehung in England bezeichnet Modern Dance jedoch zunächst keinen eigenen Stil, sondern wurde jediglich als Gegenbegriff zum klassischen Ballet und zu Gesellschaftstänzen verwendet.

Auch heute steht beim Modern Dance nicht die Technik im Vordergrund, sondern die Gefühlslage, die die Tänzer zu vermitteln versuchen. Um ihr Inneres zum Ausdruck zu bringen, setzen sie sich mit menschlichen Bedürfnissen und Wünschen, aber auch Ängsten auseinander, die sie dem Zuschauer in ihrem Tanz zeigen wollen. Doch obwohl hier der Fokus zunächst auf den Emotionen lag, kam im Laufe der Entwicklung immer häufiger der Wunsch nach festen Schritten und Choreographien auf, denn die Tänzer hatten den Anspruch, ebenso wie Ballettänzer als angesehene Künstler betrachtet zu werden. Deshalb wurden die Techniken des Modern Dance immer weiter verfeinert und die Stärke und Beweglichkeit immer mehr gefördert.

Dennoch ist es bis heute wichtig, dass der Augenmerk beim Modern Dance nicht auf dem Aussehen, sondern den Emotionen liegt, die die Tänzer auf die Bühne bringen, indem sie sich stark mit ihrer Rolle identifizieren, um den Zuschauern die Gefühle authentisch zu vermitteln. Tanzfiguren sollen nicht oberflächlich dargestellt werden, sondern aus dem Innern des Tänzers kommen.