Leichtathletik

Leichtathletik ist mit seinen vielen unterschiedlichen Disziplinen wohl eine der vielseitigsten Sportarten überhaupt. Doch neben dieser Vielseitigkeit zeichnet die Leichtathletik vor allem eines aus: Das Alter des Sportes beziehungsweise die Entstehung dieser vielen unterschiedlichen Disziplinen.

Die Leichtathletik schafft es, die natürlichen Bewegungsabläufe des Menschen wie Laufen, Springen und Werfen auf unkomplizierte Art in einer Sportart zu vereinen. Dazu kommt, dass die Disziplin der Leichtathletik gemeinsam das Herzstück der Olympischen Spiele bilden. Sie gilt als typische Individualsportart, bei der vor allem für Leistungssportler die eigenen erbrachten Leistungen im Mittelpunkt stehen. Ziel dabei ist meist ein Platz auf dem Siegertreppchen oder die Qualifizierung zu einer Meisterschaft, jedoch kann auch das Überbieten einer Leistung den Fokus eines Athleten bilden. Häufig wollen diese ihre eigene Bestleistung überbieten, manchmal jedoch auch neue Rekorde aufstellen.

Auch die Leichtathletik wird wie viele andere Sportarten von den Jahreszeiten beeinflusst. Das typische Jahr eines Athleten beginnt mit einer Trainingsphase im Winter, in der an Technik und Leistungsverbesserung gearbeitet wird, die nur durch einzelne Hallenwettkämpfe und in manchen Fällen Crossläufen unterbrochen wird. Der Saisonhöhepunkt befindet sich jedoch im Sommer, da in diesem Halbjahr ein Großteil der Wettkämpfe stattfindet. Nach diesem anstrengenden Halbjahr gibt es meist im Oktober eine etwa einmonatige Pause zur Regeneration, um Verletzungen zu vermeiden und die Motivation aufrechtzuerhalten.

Ballet

Ballet sowohl eine Form des Bühnentanzes als auch eine eigenständige Kunstform. Durch Schritte und Bewegungen bringen die Tänzer eine Geschichte auf die Bühne und wecken in den Zuschauern Emotionen. Um die Geschichte zu vermitteln, sind alle Tanzschritte durch eine strenge Choreographie vorgegeben, die die Tänzer über Monate in anstrengendem Training lernen und immer weiter perfektionieren, sodass ihnen beim Tanzen auf der Bühne die Anstrengung nicht anzusehen ist. Unterstützt werden die Tänzer und somit die zu erzählende Geschichte auf der Bühne durch klassische Musik, ein wechselndes Bühnenbild und Kleidung, die den künstlerischen Ausdruck noch unterstreicht.

Das System des Ballets besteht aus fünf Grundschritten beziehungsweise Positionen, die den Choreographien einen roten Faden geben. Diese Bewegungen orientieren sich an der Anatomie des menschlichen Körpers und verlangen eine Kombination aus Stärke, Beweglichkeit und Genauigkeit. Neben einem eigenen System an Positionen verfügt das Ballett auch über ein eigenes Vokabular, das sich zu einem großen Teil aus französischen Begriffen zusammensetzt.

Entstehung

Das heutige klassische Ballet entstand im 18. Jahrhundert in Frankreich und entwickelte sich über die Jahrzehnte stetig weiter. Neben einer Weiterentwicklung des Tanzes sowie der dazugehörigen Trainingsmethoden wurden in dieser Zeit viele berühmte Choreographien geschrieben, die das Ballet bis heute beeinflussen. Zudem breitete sich die Sportart nun von Frankreich über ganz Europa aus, sodass verschiedene Stile entstanden, da jedes Land zwar dieselben Grundschritte beibehielt, aber neue Schwerpunkte setzte. Dadurch entstanden die verschiedenen Schulen des Ballets.

Der Name des Tanzstils stammt aus dem italienischem. Es wird von balleto beziehungsweise ballo abgeleitet, was übersetzt Tanz oder klassischer Tanz heißt. Heute wird der Begriff Ballet häufig als Synonym für klassisches Ballet verwendet, aber auch Tanzstile, die aus dem Ballet hervorgingen, werden unter dem Überbegriff Ballet zusammengefasst.

Modern Dance

Dieser Tanzstil ist bis heute in vielen professionellen Tanzschulen ein beliebtes Unterrichtsfach. Zur Zeit seiner Entstehung in England bezeichnet Modern Dance jedoch zunächst keinen eigenen Stil, sondern wurde jediglich als Gegenbegriff zum klassischen Ballet und zu Gesellschaftstänzen verwendet.

Auch heute steht beim Modern Dance nicht die Technik im Vordergrund, sondern die Gefühlslage, die die Tänzer zu vermitteln versuchen. Um ihr Inneres zum Ausdruck zu bringen, setzen sie sich mit menschlichen Bedürfnissen und Wünschen, aber auch Ängsten auseinander, die sie dem Zuschauer in ihrem Tanz zeigen wollen. Doch obwohl hier der Fokus zunächst auf den Emotionen lag, kam im Laufe der Entwicklung immer häufiger der Wunsch nach festen Schritten und Choreographien auf, denn die Tänzer hatten den Anspruch, ebenso wie Ballettänzer als angesehene Künstler betrachtet zu werden. Deshalb wurden die Techniken des Modern Dance immer weiter verfeinert und die Stärke und Beweglichkeit immer mehr gefördert.

Dennoch ist es bis heute wichtig, dass der Augenmerk beim Modern Dance nicht auf dem Aussehen, sondern den Emotionen liegt, die die Tänzer auf die Bühne bringen, indem sie sich stark mit ihrer Rolle identifizieren, um den Zuschauern die Gefühle authentisch zu vermitteln. Tanzfiguren sollen nicht oberflächlich dargestellt werden, sondern aus dem Innern des Tänzers kommen.

Volleyball

Geschichte der Sportart

Als Erfinder des Volleyballs gilt William G. Morgan. Seine Inspiration nahm er aus dem Basketballspiel, dessen Erfinder er während seines Studiums kennenlernte. Zu seiner Zeit als Sportlehrer am YMCA suchte er aufgrund einiger älterer und/oder gesundheitlich angeschlagener Studenten nach einer sanfteren Alternative. Er übernahm das trennende Tennisnetz und nutzte zunächst eine Art Basketball mit weniger Gewicht. Dieses Spiel nannte er zunächst „Mintonette“.

Das erste Spiel fand im Juli 1896 bei einer YMCA-Konferenz statt, wo auch der Vorschlag, das Spiel aufgrund der Spielweise in Volleyball umzubenennen, gemacht wurde. In den folgenden Jahren verbreitete sich die Sportart, deren Regelwerk sich noch stark vom heutigen unterschied, in die ganze Welt. 1900 kam sie nach Kanada, bald darauf durch einen Offizier nach Kuba und sogar nach Japan. Mit dem ersten Weltkrieg verbreitete sich Volleyball dann auch in Europa, wo es vor allem in Osteuropa schnell starken Anklang fand. Nach einer weiteren Verbreitung durch den zweiten Weltkrieg kam es 1947 zu einem Treffen in Paris, wo vierzehn Nationen den Weltverband FIVB gründeten. In den darauffolgenden vier Jahren fanden die ersten Europa- und Weltmeisterschaften der Männer und Frauen statt. Kurz danach wurde der Sport in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen, woraufhin der europäische Verband CEV gegründet wurde.

Volleyball heute

Heute gibt es im Volleyball zahlreiche internationale Wettbewerbe für Nationalmannschaften. Neben den Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften gibt es den Volleyball World Cup und die Volleyball Nations League.

Daneben laufen auch internationale Wettbewerbe für Vereinsmannschaften auf hohem Niveau, wie die Champions League, der CEV Pokal und die Klub-Weltmeisterschaft.

Wie in vielen Sportarten gibt es auch im Volleyball viele unterschiedliche Varianten. Die bekannteste und wohl auch beliebteste ist das Beachvolleyball, das im Sand gespielt wird. Weitere Varianten sind das Snowvolleyball, Sitzvolleyball und Faustball.